Warum ich meinem Kind ein Piercing oder Tattoo erlauben sollte

Sicherlich gibt es Grenzen, ab wann man reif genug ist für eine Tätowierung oder ein Piercing, unabhängig von der rechtlichen Lage.

Ich möchte Ihnen jedoch meine persönliche Meinung dazu mitteilen und denke, das einige Eltern danach meine Betrachtungsweise der Dinge nachvollziehen können.

Tagtäglich erreichen mich Nachrichten von Jugendlichen denen von zu Hause diese Art von Körperschmuck kathegorisch verboten wird. Meist mit dem Zusatz,

wenn Du 18 bist kann Du machen was Du willst aber nicht so lange ich für Dich verantwortlich bin.

Im Prinzip ist das ja auch richtig, aber seien wir doch mal ehrlich, ob unsere 16 jährige Tochter oder Sohn einen eitrigen Entzündungsherd hat, oder ob unsere Kinder 19 sind, wir machen uns trotzdem die gleichen Sorgen und es bleiben unsere Kinder egal wie alt sie sind.

Sie sollten mit Ihrem Kind reden und wenn Sie feststellen, das der Wunsch nach einer Tätowierung oder einem Piercing so groß ist das Sie es dem Jugendlichen nicht mehr ausreden können, weil er ja täglich damit konfrontiert wird, ist es vielleicht auch besser es ihm gegebenenfalls zu erlauben, natürlich nicht in jedem Alter.

So lange Ihr Kind Ihre Einwilligung braucht haben Sie zumindest die Möglichkeit, mit ihm gemeinsam ein Tattoostudio aufzusuchen und dafür Sorge zu tragen, das Ihrem Kind die Best mögliche Sorgfalt zu teil wird. Auf diese Art und Weise können Sie immer noch die Einwilligung verweigern falls Sie Bedenken wegen der Hygiene haben, wegen mangelnder Kundenaufklärung oder weil Ihnen sonst etwas missfällt.

Falls sich dann doch etwas entzündet, was ja meist nicht schlimm ist und man dies auch leicht in den Griff bekommt, wird sich Ihr Kind Ihnen auch rechtzeitig anvertrauen, da es ja keine Angst vor Konsequenzen haben muß, weil Sie damit einverstanden waren. Auf diese Art wird auch keine Entzündung verschleppt, weil diese verheimlicht wurde und stellt von vorne herein kein Problem dar.

Sollten Sie diesem Rat nicht folgen kann es natürlich sein, das Sie sich bei Problemen später sagen, wäre ich mal besser mitgegangen dann wäre das nicht passiert, dann aber ist es zu spät und Sie selbst sind dann nicht ganz schuldlos daran.

Ihr Kind kann mit 18 dann hingehen wohin es will und Sie haben keinen Einfluss mehr darauf.

Bringen Sie sich nicht selbst um die einzige Option, die Sie haben, Ihr Kind zu schützen, solange Sie noch Einfluss nehmen können.

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie mich an, ich bin immer gerne bereit mit Ihnen zu reden und in Ihrem Sinne und dem Ihres Kindes Hilfestellung zu geben.

Sie hatten die Wahl !

 

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